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Den Tagesablauf in der Arbeitslosigkeit planen

Wer eine gute Arbeitsstelle verliert oder schon länger arbeitslos ist, kann leicht mutlos werden. Viel betroffene können nach langer Arbeitslosigkeit sogar mit Freunden und Verwandten nicht mehr ruhig über das Thema sprechen.

Wie kann man gegen Gefühle der Hoffnungslosigkeit in der Arbeitslosigkeit angehen? Besonders wichtig ist, dass Sie jetzt selbst Ihren, Arbeitstag planen und morgens bereits wissen, was zu tun ist (Get a Job in 30 Days or Less). Die Autoren empfehlen, "sich in der Arbeitslosigkeit für jeden Tag Ziele zu setzen und sich zu notieren, was man erledigt hat". Außerdem solle man "sich jeden Morgen so anziehen, als würde man zur Arbeit gehen". Warum? "Richtig angezogen zu sein hebt Ihr Selbstvertrauen, sogar am Telefon."

In der Arbeitslosikeit sollte man es sich also zu seiner Arbeit machen, Arbeit zu suchen, ganz gleich, wie lange die Arbeitslosigkeit dauert. Mit dieser Einstellung ging auch Katharina F. auf Arbeitssuche. Sie sagt: "Beim Arbeitsamt und aus dem Internet habe ich mir Bewerbungstipps und die Adressen und Telefonnummern möglicher Arbeitgeber besorgt. Ich bewarb mich auf Inserate. Außerdem suchte ich die Gelben Seiten nach Firmen ab, die nicht ausgeschriebene Arbeitsstellen haben könnten, und nahm mit ihnen Kontakt auf. Ferner setzte ich einen Lebenslauf auf und schickte ihn diesen Firmen." Schließlich - nach systematischer Suche - fand Katharina eine passende Arbeitsstelle.

Den verborgenen Arbeitsmarkt ausloten

Wer sich lediglich auf Inserate in der Zeitung oder im Internet bewirbt, dem schlüpfen möglicherweise die meisten verfügbaren Stellen im verborgenen Arbeitsmarkt durchs Netz. Nicht wenige offene Stellen werden niemals ausgeschrieben. Wie kann man diesen verborgenen Arbeitsmarkt ausloten?

Es empfiehlt sich wärend der Arbeitslosigkeit, nicht nur auf Stellenangebote im offensichtlichen Arbeitsmarkt zu reagieren, sondern jede Woche Zeit zu reservieren, um bei Firmen anzurufen oder vorstellig zu werden, die möglicherweise geeignete Arbeit anzubieten haben. Man braucht nicht zu warten, bis die Firmen Stellen auf dem Arbeitsmarkt offerieren. Wenn beispielsweise der Personalchef erklärt, er habe keine Arbeit, sollte man ihn fragen, ob er weiß, wo man sich vielleicht noch bewerben kann und an wen man sich dort wenden soll. Falls er einen Vorschlag hat, sollte man dort einen Termin vereinbaren und dabei auch erwähnen, wer einen vermittelt hat. Viele Menschen finden auf diese Weise Arbeit. Sie haben von sich aus mit Firmen Kontakt aufgenommen, obwohl diese keine Stellen im öffentlichen Arbeitsmarkt ausgeschrieben hatten.

Claudia G., berichtete : "Als ich einen Erste-Hilfe-Kurs besuchte, sah ich, dass auf der anderen Straßenseite ein neues Gebäude errichtet wurde. Wie sich herausstellte, sollte es ein Pflegeheim für ältere Menschen werden. Daraufhin habe ich wiederholt versucht, bei dem Leiter der Einrichtung einen Termin zu bekommen. Schließlich sagte er mir, momentan gebe es keine freien Stellen. Trotzdem bin ich immer wieder hingegangen, um zu sehen, ob ich dort nicht doch arbeiten könnte, vielleicht sogar unentgeltlich. Dann erhielt ich einen befristeten Arbeitsvertrag. Ich versuchte, alle Arbeiten so gut wie möglich zu erledigen. Daher erlangte ich immer mehr Kenntnisse und wurde schließlich fest im Pflegeheim angestellt.

Freunde, Verwandte und Bekannte können ebenfalls eine Hilfe sein, den verborgenen Arbeitsmarkt auszuloten. Auf diese Weise fand Anton M. seine Stelle als Sicherheitsbeauftragter. Er berichtet: "Als die Firma, bei der ich vorher gearbeitet hatte, zumachte, ließ ich Freunde und Verwandte wissen, dass ich Arbeit suche. Eines Tages hörte ein Freund beim Anstehen im Supermarkt zufällig, wie eine Frau eine andere Frau fragte, ob sie nicht jemanden wüsste, der Arbeit sucht. Mein Freund unterbrach die beiden und erzählte der Frau von mir. Es wurde ein Termin vereinbart und ich bekam die Stelle."

Flexibel in der Arbeitslosigkeit!

Wer aus der Arbeitslosigkeit seine Chancen auf eine Arbeitsstelle erhöhen will, muss flexibel sein. Es ist unwahrscheinlich, eine Arbeit zu finden, bei der alles stimmt. Man muss lernen, auch mit einer Arbeit zufrieden zu sein, die nicht so ideal ist."

Flexibel zu sein kann erfordern, Vorurteile gegen gewisse Arbeiten zu überwinden. Nehmen wir das Beispiel von Helga S. aus Hamburg. Die ausgebildete Chefsekretärin fand zunächst nicht die Arbeit, die ihr zugesagt hätte. "Ich lernte, jede geeignete Arbeit zu akzeptieren", sagt sie. "Eine Zeit lang habe ich als Verkäuferin in einem Geschäft gearbeitet. Aber ich habe auch Fischbrötchen auf der Straße verkauft und Putzstellen angenommen. Nach einer Weile fand ich dann eine Stelle in meinem erlernten Beruf."

Als Angela W. ihre Stelle als Bürokraft verlor, merkte sie, dass sie flexibel auch in der Arbeitslosigkeit sein musste. Sie erklärt: "Ich habe mich nicht darauf versteift, wieder die gleiche Arbeit zu finden, die ich vorher gemacht habe. Ich bin jeder Gelegenheit nachgegangen, die sich ergab, selbst wenn es sich um Arbeiten handelte, die manche als Hilfsarbeit betrachten. " (Arbeitslosigkeit Arbeitsmarkt)

Bewerbungstipps: Vorstellungsgespräch

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